Pädagogisches Leitbild & Kinderschutzkonzept

Pädagogisches Leitbild

Wir als lernende Organisation wollen…

… durch gemeinsames Handeln Transformationsprozesse initiieren und das Miteinander aller bereichern: Erwachsene, Kinder und Jugendliche jeglicher Bildung, jeglichen Geschlechts sowie jedweder Herkunft und Religionszugehörigkeit [Inklusion, Lebenslanges Lernen].

… Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie die Sustainable Development Goals auf dem Schulbauernhof weiter verstetigen und unser Handeln darauf ausrichten [BNE & SDGs].

… uns und andere dazu befähigen und motivieren, den eigenen Lebensstil und die Umwelt nachhaltig zu gestalten [Gestaltungskompetenz].

Unser real-bewirtschafteter Betrieb …

… ist authentische Grundlage für die landwirtschaftliche Produktion sowie der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und ermöglicht ganzjährig die Umsetzung sinnstiftender, erlebnis- und handlungspädagogischer Bildungsangebote [Lebensweltbezug].

… wirkt über eine extensive Landbewirtschaftung, eine artgerechte Nutztierhaltung sowie durch den Erhalt bedrohter Nutzpflanzen und Nutztierrassen auch dem Verlust an biologischer Vielfalt entgegen [Tierwohl, ökologische Belastungsgrenzen, Biodiversität].

… bezieht durch seine Bewirtschaftungsweise Stellung zur gegenwärtigen Agrarpolitik und stellt auch globale Zusammenhänge zu aktuellen Klima- und Umweltproblemen her [Klimawandel, Ernährung, Armut, Hunger].

… greift über die Verarbeitung hofeigener Produkte in der eigenen Küche regionale und saisonale Ernährungsaspekte auf [nachhaltige Ernährung].

… hinterfragt den eigenen Energie- und Ressourcenhaushalt und plant ökosystemverträgliche und ressourcenschonende Neuerungen [Öko- Bilanz].

Im sozialen Miteinander …

… übernehmen unsere Gäste Verantwortung, reflektieren ihre Verhaltensweisen, erfahren soziale Eingebundenheit, Kompetenz und Autonomie [Förderung der Basic Needs].

… erfahren unsere Gäste im gemeinschaftlichen Handeln (u.a. auch mit kooperierenden regionalen landwirtschaftlichen Betrieben) neue Blickwinkel und authentische Situationen, um solidarisch für eine Welt von morgen einzutreten [Multiperspektivität, Perspektivenwechsel, Solidarität].

… entstehen vielfältige, lebensweltlich-relevante Formen demokratischer Entscheidungsprozesse und Gelegenheiten, eigene Interessen wahrzunehmen, zu verbalisieren und für diese einzutreten [Mündigkeit].

… spüren wir (nicht-)nachhaltige Produktions- /Konsumweisen auf und fördern ein Bewusstsein für die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Transformation zur Wahrung einer lebenswerten Zukunft [Transformation].

unser-leidbild
Leitbild Schulbauernhof

Kinderschutzkonzept am Internationalen Schulbauernhof

Der Internationale Schulbauernhof Hardegsen gGmbH versteht den Schutz von Kindern und Jugendlichen als zentralen Bestandteil seines pädagogischen Auftrags. Grundlage ist Paragraph 8a SGB VIII, der den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung regelt. Ziel ist es, einen sicheren Lern- und Erfahrungsraum zu schaffen, in dem Kinder sich frei entfalten können und vor körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt geschützt sind.

Zur Umsetzung dieses Auftrags verfügt der Schulbauernhof über klare Strukturen: Eine benannte Kinderschutzbeauftragte Person koordiniert alle relevanten Prozesse. Bei Verdachtsfällen wird eine insoweit erfahrene Fachkraft (ISEF) hinzugezogen. Alle Mitarbeitenden sind geschult, legen ein erweitertes Führungszeugnis vor (Paragraph 72a SGB VIII) und verpflichten sich zu einem verbindlichen Verhaltenskodex.

Prävention erfolgt durch transparente Abläufe, feste Gruppenstrukturen, klare Regeln sowie eine offene und reflektierte Teamkultur. Kinder werden aktiv beteiligt, über ihre Rechte informiert und ermutigt, ihre Bedürfnisse und Grenzen zu äußern. Niedrigschwellige Beschwerdemöglichkeiten sind jederzeit gegeben.

Bei gewichtigen Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung erfolgt ein klar geregeltes Verfahren: Beobachtungen werden dokumentiert, im Team reflektiert und unter Einbeziehung einer Fachkraft eingeschätzt. Wenn erforderlich, werden Schutzmaßnahmen eingeleitet und das zuständige Jugendamt informiert.

Durch regelmäßige Reflexion, Fortbildungen und Weiterentwicklung wird die Qualität des Kinderschutzes kontinuierlich gesichert.